Die Europäer kennen von China meist nur die
weltberühmten Sehenswürdigkeiten, etwa die Chinesische Mauer, die Verbotene Stadt, Schanghai oder den Drei-Schluchten-Staudamm. Aber dies könnte sich durch den James-Cameron-Film Avatar – Aufbruch nach Pandora, den derzeit erfolgreichsten Film aller Zeiten, nun ändern. Denn als
Vorbild für die Landschaft Pandoras diente wohl ein atemberaubendes Naturwunder, das nur in China zu finden ist. Die Rede ist vom einmaligen
Landschaftspark Wulingyuan in der südchinesischen Provinz Hunan.
Diese nahe der Stadt Zhangjiajie gelegene Naturschönheit nahm die UNESCO bereits im Jahr 1992 in ihre Liste der
Weltnaturerben auf. Besonders markant für sie sind die
bis zu 200 Meter hohen Felsenberge aus Quarzsandstein, welche wie Pfeiler beinahe senkrecht in den Himmel ragen. Die Chinesen gaben ihnen so fantasievolle Namen wie der
Hase schaut zum Mond oder zwei
Schildkröten spähen in den Bach.
Schon seit langem ist das Naturgebiet um Zhangjiajie ein
beliebtes Ziel für China-Reisende. Denn die gebirgige und
waldreiche Landschaft ist geprägt von zahlreichen Seen, Flüssen und Wasserfällen. Auch mehrere Tropfsteinhöhlen laden zu Entdeckungen ein, darunter beispielsweise die 20 Quadratkilometer große
Höhle zum gelben Drachen mit einem über 19 Meter hohen Stalagmiten. Wer die Landschaft in aller Ruhe genießen will, kann die Gegend zu Fuß oder mit den Fahrrad erkunden. Weniger anstrengend ist eine Fahrt mit der Seilbahn, welche die Touristen direkt zu den schönsten Aussichtspunkten bringt.
Das Tourismusbüro der Provinz Hunan freut sich natürlich über die
neue Bekanntheit, die die Berglandschaft dank des Avatar-Films nun erhält. Speziell angefertigte Schilder zeigen nun, welcher Berg mit welchem Namen in dem Science-Fiction-Film auftaucht.