Am vergangenen Mittwoch, dem 8. Dezember 2009, zog der
Deutsche Tourismusverband Bilanz über das Reisejahr 2009. Demnach lässt sich aus der Zahl der Übernachtungen in deutschen Hotels ablesen, dass sich die Finanzkrise spürbar auf das Reiseverhalten der In- und Ausländer auswirkt. So nahm in den ersten neun Monaten die
Zahl ausländischer Gäste deutlich um 4,3 Prozent ab. Auffällig ist insbesondere, dass weniger Amerikaner und Reisende aus
Asien sich für Deutschland entschieden haben, als es zur selben Zeit des Vorjahres der Fall war.
Allerdings steht dem Rückgang ausländischer Besucher eine Zunahme an deutschen Urlaubern gegenüber. Somit konnte die deutsche Tourismusbranche in diesem Jahr insgesamt eine stabile Nachfrage verzeichnen. Lediglich um 0,4 Prozent ging die
Zahl der Übernachtungen zurück und lag damit Ende September bei
285 Millionen.
Dennoch meldeten die Hotels und Pensionen in den hiesigen Bundesländern unterschiedliche Übernachtungszahlen. So konnten die
südlichen Länder im Vergleich zum Vorjahr weniger Urlauber für sich begeistern, während die
nördlichen Ferienregionen dagegen für viele Reisende attraktiver waren. Vor allem die
Hansestadt Hamburg legte mit einem Besucherzuwachs von 5,5 Prozent deutlich zu.
Aber auch die übrigen Metropolen Deutschlands lagen in der Gunst der Deutschland-Reisenden weit vorn. Kein Wunder, machen doch ihre
vielfältigen Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten jeden Städtetrip zum Erlebnis. Laut einer Umfrage des Deutschen Tourismusverbandes müssen aber
kleinere Städte ein rückläufiges Interesse an ihren kulturellen Highlights feststellen.
Insgesamt erhofft sich die deutsche Tourismusbranche für das Jahr 2010 eine stabile Nachfrage und setzt vor allem auf die wachsende Zahl der Geschäftsreisenden sowie Investitionen in ein verbessertes Marketing.